Für eine Renaissance der Industrie – Industrieakzeptanz ist kein Selbstläufer

Während ganz Europa 2012 unter den Folgen der Euro-Krise ächzt, hat sich die deutsche Wirtschaft in den meisten Bereichen noch prächtig geschlagen. Unsere europäischen Nachbarn beneiden uns um unsere starke Industrie, die wesentlich dafür verantwortlich ist, als Klassenbester in Europa von dem weiter anhaltenden Aufschwung in wachstumsstarken Ländern zu profitieren und die Schwächen der Euro-Region aufzufangen. Das ist eine Renaissance der Industrie. Nach der Jahrtausendwende schien Deutschland in kurzer Zeit zu einem reinen Dienstleistungsstandort werden zu sollen, wäre man den vielen Protagonisten der Wirtschaft gefolgt. Die Dienstleistungs- und Finanzbranche sei der Heilsbringer für die Zukunft, so deren Tenor. Diese Vorschusslorbeeren haben sich jedoch recht schnell als falsch erwiesen. Denn ohne einen gesunden produzierenden Sektor funktioniert eine Volkswirtschaft nicht. Das lässt sich gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten wie momentan feststellen. Während unsere Industrieproduktion mit dem typisch deutschen breiten Mittelstand noch über 25 Prozent des Sozialproduktes erbringt, erreichen unsere Nachbarländer hiervon teilweise nicht einmal die Hälfte.

Weiterlesen