Stahlhandel trifft E-Commerce

Was haben netzwerk-stahl.de, alloys2b und Klöckner-Webshop gemeinsam? Sie verändern die Art und Weise, wie der Bestell- und Lieferprozess im Stahlhandel künftig gehandhabt wird. Sie sind erste Anzeichen dafür, dass E-Commerce im deutschen Stahlhandel ankommt.

Stahl- und andere Metallprodukte über den B2B- oder B2C-Vertriebskanal zu vertreiben, ist nicht neu, der Online-Shop ProKilo der Kölner Drösser Gruppe sei hier als gutes Beispiel genannt. Wirklich neu ist, dass eine Online-Bestellplattform als wichtiger Baustein genutzt wird, um statt der noch überwiegend händischen Prozesse im Stahlhandel eine durchgängige Digitalisierung der gesamten Lieferkette vom Lieferanten bis zum Kunden zu erreichen. Der Kunde erhält just-in-time Informationen über die Verfügbarkeit und Lieferzeit gewünschter Waren sowie detaillierte Beschrei-bungen und Zeichnungen zu den Produkten.

Klöckner & Co. verspricht sich viel von seiner Investition in die Webshop-Plattform: In fünf Jahren will der Stahlhandelskonzern mehr als die Hälfte seines Umsatzes über das Web abwickeln. Der Webshop soll damit neue Impulse für den margenschwachen Stahlhandel bringen und die internen Prozesse durch die Digitalisierung effizienter gestalten.

Das Projekt netzwerk-stahl.de denkt hier nicht anders: Die geplante Internetplattform soll Stahlverbrauchern ermöglichen, Preisanfragen zu platzieren, auf die dann ange- schlossene Stahlhändler mit einem Angebot reagieren können. Die Digitalisierung der internen Lieferkette bei kleinen und mittelständischen Stahlhändlern und ihre digitale Anbindung an die Internet-Plattform ist dann sachlogisch nur der nächste Schritt.

Daher empfehlen wir, die Entwicklung des digitalen B2B- und B2C-Marktes konsequent im Blick zu haben und zu überprüfen, wie sich das Unternehmen zum eigenen Vorteil künftig ausrichten soll. Denn dann können die Stellschrauben für eine vorteilhafte Weiterentwicklung des Unternehmenswerts optimal gestellt werden. Mit Unterstützung der VMAG und unseres Instruments 3D FINANCE können Sie die dazu notwendigen Erfolgsfaktoren Ihres Unternehmens erkennen und entwickeln.

3 Gedanken zu “Stahlhandel trifft E-Commerce

  1. Guten Tag Herr Burger,

    ich habe Ihre Einschätzung zur Entwicklung der Märkte gelesen und stimme Ihrer Einschätzun voll und ganz zu. Vielleicht vertiefen wir das mal und befassen uns dazu konkreter mit http://www.netzwerk-stahl.de denn der konzeptionelle Ansatz ist neutral. Derartig neutrale Plattformen haben sich in allen bereits digitalisierten Bereichen am nachhaltigsten durchgesetzt. Leistungsvergleiche, gleich welcher Art, können nur in einem offenen und neutralen Portal eine systemimmanente Glaubwürdigkeit erlangen.

    • Sehr geehrter Herr Niemeier,

      ich teile Ihre Einschätzung, dass die digitale Transformation auch nicht vor dem Stahlhandel halt machen wird. Wer sich darauf nicht in absehbarer Zukunft einstellt, wird es schwer haben, in 5 Jahren noch am Markt zu sein. Der Druck wird nicht nur von First Mover Wettbewerbern kommen, sondern auch von Kunden, die die Vorteile der Digitalisierung für sich entdecken. Hier ist jedoch im Mittelstand noch Überzeugungsarbeit zu leisten.

      Mit besten Grüßen
      Michael Burger

  2. Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Die Infos über den Stahlhandel waren nicht neu aber doch sehr informativ in einem großen Kontext. Hoffen wir auf das Beste für die Branche.

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