IDW S 13: Neuer Standard zur Unternehmensbewertung bei Scheidung, Schenkung, Abfindung und im Erbfall

Der Hauptfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat den IDW-Standard S 13 in der endgültigen Fassung gebilligt. In der endgültigen Fassung wurden gegenüber dem Entwurf insbesondere folgende Ausführungen geändert oder hinzugefügt, die gegenüber dem bisherigen Bewertungsstandard zu Veränderungen des Ausgleichs- bzw. Auseinandersetzungsanspruchs führen können:

–    Es wurde klargestellt, dass sich die Höhe des kalkulatorischen Unternehmerlohns nach der marktüblichen Vergütung einer nicht beteiligten Unternehmensleitung bestimmt, welche den zeitlichen Arbeitseinsatz sowie die individuellen Kenntnisse berücksichtigt. Demgegenüber sind die persönlichen Leistungen eines Eigentümers, die nicht auf einen Erwerber übertragbar sind, nicht im kalkulatorischen Unternehmerlohn zu berücksichtigen, sondern reduzieren die übertragbaren Bestandteile der Ertragskraft.

–    Es wurde bei der Frage der fiktiven Veräußerungsgewinnbesteuerung von End- und Anfangsvermögen ergänzt, dass im Einzelfall auch eine unmittelbare fiktive Besteuerung der Netto-Wertsteigerung sachgerecht sein kann. Dies wirkt sich auf den Ausgleichs- bzw. Auseinandersetzungsanspruch wertmindernd aus.

–    Ferner wurden die Ausführungen zur Berücksichtigung eines abschreibungsbedingten Steuervorteils konkretisiert: Aufgrund der für den Bewertungsanlass eines Zugewinnausgleichs unterstellten Veräußerungsfiktion ist im Einzelfall zu würdigen, ob sich aus der Aufdeckung stiller Reserven ein zusätzliches Abschreibungspotenzial beim Erwerber ergibt. Wenn dies der Fall ist, ist ein abschreibungsbedingter Steuervorteil beim Erwerber werterhöhend zu berücksichtigen.

 

 

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