Betriebsprüfungen: Schützen Sie sich vor einer überzogenen Auslegung der GoBD

In letzter Zeit übertreiben es die Betriebsprüfer hin und wieder mit der Auslegung der GoBD und sind mit der Androhung von Hinzuschätzungen schnell dabei. Beispiele sind  Hinzuschätzungen, weil die Bedienungsanleitung einer “alten” Registrierkasse nicht mehr vorgelegt werden kann, Hinzuschätzungen trotz Anwendung eines handelsüblichen Programms zur Erstellung von Rechnungen oder dokumentierte und erklärte Datendifferenzen zwischen Vor- und Hauptsystem.

Allerdings muss den Betriebsprüfern zugute gehalten werden, dass es in bestimmten bargeldintensiven Branchen einige “schwarzen Schafe” gibt und dies zu “Überreaktionen” bei der Prüfung führen kann.

Vertreter von Steuerberaterkammern und -verbänden haben allgemein bestätigt, dass BMF und Landesfinanzministerien zugesichert hätten, dass die GoBD mit Augenmaß angewendet werden. Ihr Steuerberater ist daher angehalten, Fälle von “Überreaktionen” (anonymisiert) unbedingt dem örtlichen Kammer- oder Verbandsvertreter zu melden. Nur so kann ein umfassendes Bild über die GoBD-Prüfungen entstehen und eine für die Steuerzahler angemessene und gleichmäßige Anwendung der GoBD stattfinden.

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