Expertenmangel im IT-Bereich – Gefahr von dramatischen Wertverlusten im Mittelstand

Insbesondere mittelständischen Betrieben fehlen viele Fachkräfte in IT-Funktionen. Davon entfallen 80 Prozent auf unbesetzte Stellen in der ITK-Branche. Mehr als jedes vierte mittelständische Unternehmen der ITK-Branche mit bis zu 249 Beschäftigten hat derzeit sechs oder mehr IT-Stellen nicht besetzt, lautet das Ergebnis einer BITKOM-Studie zum entsprechenden Arbeitsmarkt. Insgesamt spricht der ITK-Branchenverband von rund 14.500 offenen Stellen, die kleine und mittelständische Firmen zu besetzen hätten.

Kein nachhaltiges Wachstum ohne entsprechend qualifiziertes Personal

Der IT-Bereich ist für den Mittelstand nicht erst seit gestern eine strategische Größe, die mitunter Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands in der Vergangenheit maßgeblich sicherstellte. Künftig, so die Experten der Computerwoche, ist entscheidend, ob das vorausgesagte Wachstum in der ITK-Branche mit künftig erforderlichen Qualifikationen unterlegt werden kann, insbesondere in den Bereichen Cloud Computing, Social Media und mobile Applikationen. Denn als entscheidende Einflussgrößen für den Erhalt bzw. der Steigerung der geschaffenen Werte eines Unternehmens gelten nicht nur Rentabilität und Risikotragfähigkeit des Geschäftsmodells, sondern insbesondere auch das realisierte Wachstum von Umsatzerlösen und Gewinnen.

50.000 Euro Deckungsbeitrag pro unbesetzte Stelle

Besonders deutlich wird der Einfluss des Fachkräftemangels in Computersimulationen. Diese führen auf erschütternde Weise vor Augen, welchen Hebel ein möglicher Expertenmangel auf den Gewinn und damit auf den künftigen Unternehmenswert haben kann. In der ITK-Branche ist dies besonders dramatisch: können künftig Dienstleistungen aufgrund des Fachkräftemangels nicht abgearbeitet werden, werden bis zu EUR 50.000 pro unbesetzte Stelle an Deckungsbeitrag jährlich verloren gehen. Dies entspricht bei aktuellen wachstumsbereinigten Eigenkapitalkosten der ITK-Branche von ca. 5 % p.a. in etwa einem Unternehmenswertverlust von bis zu EUR 1 Mio. pro nachhaltig fehlender Fachkraft.

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